05.07.24 07:00 - Lesezeit

Schlauer als Sir Isaac Newton

Robert Karas

Chief Investment Officer, Partner

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Mit Investitionsblasen ist das so eine Sache. Mit Unverständnis blicken wir auf die Verrücktheiten der Anlegerinnen und Anleger zurück. „Wie dumm die Menschen waren“, denken wir kopfschüttelnd.

Doch sind wir tatsächlich schlauer als Sir Isaac Newton vor 300 Jahren? Im Herbst 1720 barst die Aktienblase der „South Sea Company“. Sie benötigte nur wenige Monate, um zu ihrer vollen Größe anzuwachsen. Tatsächlich sagte Newton später: „Ich kann die Bewegung der Himmelskörper berechnen, aber nicht die Verrücktheit der Menschen.“ 

Newton verfasste „eines der einflussreichsten physikalischen und astronomischen Bücher aller Zeit.“ Dennoch verlor er damals einen großen Teil seines Vermögens. Intelligenz, Bildung und sogar Genialität sind offensichtlich kein Schutzschild vor Börsen-Tollerei.

Heute beflügelt die Künstliche Intelligenz die Börsenkurse. Einige Aktien steigen in lichte Höhen. Sind wir nun in einer Blase? Wäre die Frage einfach zu beantworten, entstünde sie erst gar nicht.

Anleger müssen einer klaren Disziplin folgen. Dann gibt es keinen Grund, plötzlich alles über den Haufen zu werfen. Die Gefahr liegt ja genau darin, alles zu verkaufen, um in die aktuell heißen Aktien zu springen. Eine große Versuchung für Börsenneulinge, die endlich auch dabei sein wollen und ihr gesamtes Erspartes investieren. Fallen die Kurse auf den Boden der Realität, ist der Schaden groß.

Überall dabei sein?

Es ist die Angst, etwas zu verpassen, die uns ins Unglück treibt. Erfahrene und erfolgreiche Investoren sagen zu fast allen Investitionsmöglichkeiten „Nein“. Weil sie die Chancen und Risiken nicht einschätzen können oder weil sie das Geschäftsmodell nicht verstehen. Eine wichtige Erkenntnis im Leben und an der Börse ist: Ich muss und kann nicht überall dabei sein. 

Vor drei Jahrhunderten erfasste Newton eine Manie, die ihn viel Geld kostete. Die Details können Sie bei der „Royal Society“ nachlesen, deren Präsident Newton von 1703 bis zu seinem Tod 1726 war. Entgegen anderslautenden Geschichten starb er als reicher Mann. Sein Nachlass betrug 30.000 Britische Pfund (vergleichbar mit 20 Millionen Britische Pfund, Euro oder US-Dollar heute). Es lohnt sich also, auch nach einem großen Verlust nicht aufzugeben. 

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