Die Geschichte der Bank Gutmann

Im Jahr 1922 beginnt die Geschichte der Bank Gutmann, die von der Gründung bis zur Auszeichnung als beste Privatbank Österreichs zahlreiche Meilensteine durchlebt. Die Gegenüberstellung dieser Entwicklung mit globalen Ereignissen veranschaulicht das stetige Wachstum in einem beeindruckenden Kontext.

Entwicklung der Bank
Ereignisse globaler Bedeutung
1920
1930
1940
1950
1960
1970
1980
1990
2000
2010
1929
Weltwirtschaftskrise
1939-45
2. Weltkrieg und Beginn der 2. Republik
1957
Gründung der EWG
1969
Mondlandung
1979
Ernennung des dritten UNO-Sitzes in Wien
1987
Börsencrash
1989
Fall der Berliner Mauer
1995
EU-Beitritt Österreich
2004
EU-Beitritt Ungarn und Slowakei
2008-11
Weltwirtschaftskrise
1922 Gründung der Bank durch die Gebrüder Gutmann
Die Bank nimmt am 1. Jänner 1922 ihre Tätigkeit auf. Um die Zusammengehörigkeit zwischen Stamm- und Bankhaus zu betonen, wird als Bezeichnung „Bankhaus Gebrüder Gutmann“ gewählt, als Firmeninhaber werden Max und Rudolf Gutmann registriert.

Am 4. Februar 1922 suchen die Gesellschafter der Gebrüder Gutmann um die Bewilligung zur Errichtung eines selbstständigen Bankhauses an. Das Stammkapital beträgt bescheidene 100 Millionen Kronen, was etwa Euro 727 entspricht. All dies geschieht nahezu unbemerkt von der Öffentlichkeit. Diese Diskretion läutet einen Ansatz ein, die die Geschäftspraxis der Bank auch in Zukunft prägen sollte.
1922
Gründung der Bank durch die Gebrüder Gutmann
1931 Befugnis zur Geschäftsvermittlung ausländischer Zahlungsmittel
Der Gutmann-Konzern hat sich Mitte der Zwanziger Jahre weitgehend von den Rückschlägen der ersten Nachkriegsjahre erholt. Im Oktober 1931 wird der Bank die Befugnis zur Vermittlung von Geschäften mit ausländischen Zahlungsmitteln erteilt. Es steht zu vermuten, dass der Großteil der knapp 60 Beschäftigten der Bank auf diesem Gebiet tätig war; der Personalstand der Industrieabteilung weist zum Zeitpunkt der Gründung fünf, jener der Effekten-Abteilung (= Wertpapier-Abteilung) drei Beamte aus. Der gesamte Personalstand bleibt im Verlauf des nächsten Jahrzehnts ziemlich konstant.
1931
Befugnis zur Geschäftsvermittlung ausländischer Zahlungsmittel
1938 Flucht der Gutmann-Gesellschafter aus Österreich
Die drei Gutmann-Gesellschafter verlassen bereits vor oder kurz nach dem „Anschluss“ Österreich, keiner von ihnen kehrt bis Kriegsende nach Wien zurück. Rudolf von Gutmann reist im März 1938 von Wien in Richtung Prag und lässt sich später im kanadischen Victoria nieder, Wilhelm Hermann verlegt bereits Ende Februar 1938 seinen Wohnsitz in die Schweiz und wird später kubanischer Staatsbürger. Wolfgang von Gutmann befindet sich gerade auf Hochzeitsreise und wählt ebenfalls die Schweiz als erstes Asylland. Später reist er nach Sao Paulo, Brasilien, aus.

Am 31. März 1938 wird zunächst das staatliche „Österreichische Creditinstitut für öffentliche Unternehmen“ als kommissarischer Verwalter des Bankhauses Gebrüder Gutmann bestellt. Sechs Wochen später übernimmt die „Deutsche Wirtschaftsprüfungs- und Treuhandgesellschaft m.b.H.“ diese Aufgabe.
1938
Flucht der Gutmann-Gesellschafter aus Österreich
1957 Beteiligung von Karl Kahane als neuer Gesellschafter
Die Bank setzt 1948 ihre Tätigkeit wieder fort. Knapp ein Jahrzehnt später übernimmt Karl Kahane die Anteile der Gebrüder Gutmann. Neben ihm bleibt Wilhelm Hermann von Gutmann, als zweiter persönlich haftender Gesellschafter, für noch knapp zwei Jahre die letzte Führungsfigur aus der ehemaligen Gutmann-Dynastie. Kahane dehnt den Tätigkeitskreis der Bank sukzessive in neue Arbeitsfelder aus. Die Syndizierung von Schuldverschreibungen für österreichische Industriebetriebe bildet dabei den ersten Schritt der Entwicklung zum Wertpapierhandel.
1957
Beteiligung von Karl Kahane
als neuer Gesellschafter
1968 Einzug ins Palais Wertheim am Schwarzenbergplatz
Das Bankhaus Gebrüder Gutmann bezieht am 1. März 1968 das Palais Wertheim am Schwarzenbergplatz, einen eindrucksvollen Prunkbau der Ringstraßen-Ära. Heinrich Ferstel errichtete das Gebäude in den Jahren 1864-1868 als Gegenstück zum großbürgerlichen Palais des Erzherzogs Ludwig Viktor direkt gegenüber. Ferstel, aus dessen Hand auch der Bau für den Erzherzog stammte, deutete den sozialen Unterschied in architektonischen Details an, erkennbar etwa an der Hauptfassade: im Palais Viktor ist diese geschmückt von Säulen und Skulpturen, während das Palais Wertheim “nur” über Pilaster und Hermen verfügt. Das Palais ist benannt nach Franz Freiherr von Wertheim (1814-1883), einem Wiener Großindustriellen, der zu den großen Persönlichkeiten seiner Zeit zählt. Sein Erbe ist nach wie vor in Form der berühmten einbruchssicheren und feuerfesten Wertheim-Tresore im Palais zu finden.
1968
Einzug ins Palais Wertheim
am Schwarzenbergplatz
1986 Erster Vermögensverwaltungs-Kunde der Bank Gutmann
Das Gutmann Betreuungskonzept heißt Kundennähe. Jedes persönliche Gespräch wird besonders und individuell geführt. Der erste Privatkunde, der einen sorgfältig ausgewählten Anteil seines Vermögens der Bank Gutmann anvertraut, wird am 7. November 1986 mit einer Kontoeröffnung registriert. In der Vermögensverwaltung steht Gutmann immer schon für Transparenz, individuelle Lösungen, einen vorsichtigen Umgang mit Risiko und kapitalerhaltenden Maßnahmen. Das sichert den Kunden eine kompetente, umfassende Beratung auf höchstem Niveau. Alle Kundenbetreuer haben langjährige Erfahrung und eine fundierte, fachspezifische Ausbildung. Vermögen zu sichern und zu vermehren, steht immer im Vordergrund.
1986
Erster Vermögensverwaltungs-Kunde der Bank Gutmann
1987 Erster Fonds der Gutmann KAG
Die Gründung der Gutmann Kapitalanlageaktiengesellschaft (KAG) am 4. Juli 1986 fasste die Asset Management-Kompetenz bei Gutmann in Form des Fondsmanagements und der Fondsadministration zusammen. Am 2. Februar 1987 legte die KAG ihre ersten beiden Fonds auf: den „Gutmann Europa Anleihefonds“ mit Schwerpunkt europäische Anleihen und den „Gutmann Internationaler Anleihefonds“ mit Schwerpunkt internationale Anleihen. Die Kernkompetenzen der Gutmann KAG – zu 100 Prozent Tochter der Bank Gutmann AG – liegen seit damals unverändert in der Asset Allokation, im Anleihenbereich und im Aktienbereich. Die Expertise im Bereich des Anleihemanagements ist vorrangig auf das Segment der europäischen Anleihen im Investment-Grade-Bereich konzentriert. Hier werden die Portfolios entsprechend der Einschätzung zur Zinsentwicklung und zur Bonitätsentwicklung verwaltet. Übrigens: Beide Fonds sind auch fast 30 Jahre später noch erfolgreich.
1987
Erster Fonds der Gutmann KAG
1997 Start des Partnerkonzepts
Mit den Vorständen Dr. Rudolf Stahl und Dr. Anton Fink bestellt der Aufsichtsrat am 10. Dezember 1997 die ersten beiden Partner der Bank. Das so initiierte Gutmann-Partnerkonzept ist Teil des Geschäftsmodells und folgt dem Motto “Auf Augenhöhe mit dem Kunden – von Unternehmer zu Unternehmer”. Der stetig wachsende Partnerkreis sichert hohes Engagement und ausgewogene Entscheidungen in allen Führungsgremien, eine zuverlässige und kompetente Beratung sowie Kontinuität in der Betreuung.
1997
Start des Partnerkonzepts
1999 Gründung der ersten Private Equity Investment Gesellschaft
Durch das Gutmann Netzwerk wurden seit den 90er-Jahren hochqualitative und langfristige Partnerschaften mit Investoren, Managern und Beratern in der Private Equity Industrie geschaffen. Am 12. November 1999 ermöglicht Gutmann – mit der Global Private Equity Holding I (GPE I) – erstmals institutionellen und Privatkunden den exklusiven Zugang zu großen internationalen Private Equity Fonds. Über die nächsten Jahre kommen drei weitere Investmentgesellschaften (GPE II – IV) mit den Zielregionen USA, Europa und Emerging Markets dazu.
1999
Gründung der ersten Private Equity Investment Gesellschaft
2001 Know-how-Transfer durch die Gründung des Gutmann Centers
Im Rahmen einer strategischen Partnerschaft wird am 1. Oktober 2001 auf Initiative der Bank das „Gutmann Center for Portfolio Management“ an der Universität Wien gegründet und befindet sich seit dem Wechsel an der Wirtschaftsuniversität Wien (WU). Zum Kreis der teilnehmenden Experten gehört neben nationalen und internationalen Professoren auch Nobelpreisträger William Sharpe, Entwickler der weltbekannten Bewertungskennzahl “Sharpe Ratio” und Ehrenmitglied des Academic Advisory Board. Ziele dieser Partnerschaft sind die Stärkung des Know-how-Austauschs mit der internationalen Finanz-Community, die Förderung des heimischen Forschungsnachwuchses und der Ausbau der wissenschaftlichen Grundlagen für das Portfolio Management.
2001
Know-how-Transfer durch die Gründung des Gutmann Centers
2004 Auszeichnung als bester Vermögensmanager in Österreich
Am 30. November 2004 punktet die Bank Gutmann beim ersten Berliner Private Banking-Gipfel in drei von fünf Kategorien mit Spitzenplätzen: als Nummer 1 am Finanzplatz Wien, als Landessieger Österreichs und als zweitbester „Top Vermögensmanager 2005“ im gesamten deutschen Sprachraum. Die führende deutsche Rating-Instanz “Fuchsbriefe” wählt dabei unter knapp 100 geprüften Banken die besten Vermögensmanager im deutschsprachigen Raum (einschließlich der Schweiz).
2004
Auszeichnung als bester Vermögensmanager in Österreich
2005 Eröffnung des Standorts Budapest
Die engen Beziehungen zum Nachbarland Ungarn und der bestehende Kundenkreis führen im März 2005 zur Eröffnung der ersten Gutmann-Repräsentanz in Budapest. Das Büro befindet sich im exklusiven Villenviertel Rózsadomb (Rosenhügel) auf der Buda-Seite, westlich der Donau. Mit der Gründung dieser ersten Auslandsniederlassung beweist Gutmann ernsthaftes Interesse an der Region Mitteleuropa.
2005
Eröffnung des Standorts Budapest
2011 Eröffnung des Standorts Prag
Am 7. Juni 2011 startet Gutmann am Wenzelsplatz seine Geschäfte in der Tschechischen Republik und eröffnet damit als erste klassische Privatbank eine Niederlassung in Prag. Zuvor wurden tschechische Kunden von Wien aus betreut, doch da immer mehr Kunden aus dieser Region Gutmann ihr Vertrauen schenken, führt die Filiale in Prag zu noch mehr Nähe, Verfügbarkeit und Betreuungskompetenz. Der Standort Prag ist auch für die Beratung der Kunden in der Slowakischen Republik verantwortlich.
2011
Eröffnung des Standorts Prag
2013 Eröffnung des Standorts Salzburg
Die offizielle Eröffnung einer Niederlassung in der Salzburger Getreidegasse am 14.März 2013 bedeutet einen weiteren Expansionsschritt in Richtung Mitteleuropa. Von Salzburg aus werden die Regionen Land Salzburg, Tirol, Oberösterreich und Bayern intensiv bearbeitet. Trotz der hohen Bankendichte sind die Chancen auf Wachstum aufgrund des großen Einzugsgebiets, der kulturellen Anziehungskraft und des bestehenden Stamms an privaten und institutionellen Kunden attraktiv. Die Erwartungen der Kunden an hohe Aufmerksamkeit, generationsübergreifendes Denken und transparente Anlagestrategien machen die Bank Gutmann zu einem idealen Anbieter in dieser Region.
2013
Eröffnung des Standorts Salzburg
2014 Gutmann vereint Tradition und Nachhaltigkeit
Gutmann entscheidet im März 2014, das Thema „Nachhaltige Investments“ systematisch als eigene Produktlinie zu etablieren. Damit wird den Kunden der Bank die Möglichkeit geboten, Portfolios unter Berücksichtigung von sozialen, ökologischen und Governance-Kriterien aufzubauen. Gerade Gutmann, eine als Familienunternehmen geführte Bank, vertritt die Themenstellungen der Nachhaltigkeit sehr authentisch. Die neuen Fonds investieren ausschließlich in Emittenten, die einem strengen Screening unterliegen und wurden mit dem Österreichischen Umweltzeichen zertifiziert. Damit entsprechen sie den Kriterien des Gütesiegels.
2014
Gutmann vereint Tradition und Nachhaltigkeit
2015 Auszeichnungen für beste Beratung und Performance
Im Markttest der besten Vermögensmanager, dem „Fuchsbriefe“-Test, holt die Bank Gutmann für 2015 den Gesamtsieg im deutschen Sprachraum – einschließlich Schweiz – sowie den ersten Platz in der Österreich-Wertung. Bewertet wurden die Kategorien Beratungsgespräch, Vermögensstrategie, Portfolioqualität und Transparenz. In der „Ewigen Bestenliste“ sichert sich Gutmann mit Rang 7 solide einen Platz in den Top 10.

Der „Österreichische Dachfonds Award 2014“ zeichnet die gemischten Dachfonds „Gutmann Strategie Select“ und „Gutmann Strategie Select Plus“ jeweils mit Platz 1 in der Jahreswertung in den Kategorien „ausgewogen, konservativ“ und „aktienorientiert konservativ“ aus. Der Rentendachfonds „Gutman Investor Renten Global“ belegt den dritten Platz in der 5-Jahreswertung der Kategorie „konservativ“.

Gutmann erzielt weiters im "Euromoney Private Banking and Wealth Management Survey 2015" des führenden internationalen Finanzmagazins Euromoney Spitzenergebnisse. Neben dem Gesamtsieg für "Best private banking services overall" in Österreich werden auch in Ungarn und in der Tschechischen Republik bei "Succession Planning Advice and Trusts" erste Ränge belegt.
2015
Auszeichnungen für beste Beratung und Performance
X