Die Veranlagungsmodelle

Im Prozess der Gutmann Veranlagungsmethode kann durch die systematische Zusammenführung der Gutmann Marktmeinung mit den kundenspezifischen Einflussfaktoren ein den Kundenbedürfnissen entsprechendes Anlageergebnis erzielt werden. Die Bank nutzt hierfür drei verschiedene Modelle zur Veranlagung.

Fundamentales Modell


Bei der Anwendung des fundamentalen Modells erfolgen Entscheidungen gemäß der Gutmann-Meinung unter Berücksichtigung der vom Kunden genannten Einschränkungen. Dem Modell liegen folgende Faktoren zugrunde:

  • Umsetzung und kontinuierliche Anpassung anhand der Expertise und des Selektionsprozesses von Gutmann
  • Starke Individualisierung in der Umsetzung im Hinblick auf u.a. Fonds, Einzeltitel und Dividendenstrategie
  • Anwendung fundamentaler Faktoren zur Einschätzung der volkswirtschaftlichen Lage und der damit verbundenen Entwicklung der Finanzmärkte
  • Berücksichtigung mikroökonomischer und makroökonomischer Faktoren von Unternehmensgewinn bis Inflationserwartung
  • Einfluss eigener Indikatoren zur besseren Abschätzung konjunktureller Entwicklungen auf Ebene der G7-Länder
  • Beratung durch externe Research-Partner von weltweit führenden Anbietern unabhängiger globaler Investmentanalysen, u.a. BCA (Bank Credit Analyst), GaveKal und Woody Brock von SED (Strategic Economic Decisions)

Quantitatives Modell


Das quantitative Modell basiert auf einem mathematischen Allokationsmodell von Prof. Gerd Infanger von der Stanford University. Dieses operiert in Bandbreiten und wird um Opportunitäten erweitert, die Gutmann vorgibt. Das Modell wird durch folgende Aspekte charakterisiert:

  • Duale Portfoliostruktur:
    • Veranlagung in der Höhe von 80 Prozent gemäß dem mathematischen Allokationsmodell in von Gutmann ausgewählten Fonds, die monatlich angepasst werden
    • Deckung übriger Themen, Regionen und Vermögensklassen in der Höhe von 20 Prozent gemäß der Hausmeinung, die nicht im mathematischen Allokationsmodell enthalten sind (kontinuierliche Anpassung, besondere Berücksichtigung von Strategien zur Reduktion von Wertschwankungen und Wahrnehmung von Chancen)
  • Optimierung des eingegangenen Risikos
  • Verringerung des Rückschlagpotenzials durch hohe Diversifikation
  • Kontinuierliche Überwachung der Zielerreichung sowie zeitnahe und flexible Reaktion auf aktuelle Marktveränderungen
  • Auswahl der Subfonds nach genauer Analyse unter Beachtung von quantitativen und qualitativen Bewertungskriterien

Absicherungsmodell


Das Absicherungsmodell beruht wie das quantitative Modell auf dem mathematischen Allokationsmodell von Prof. Gerd Infanger von der Stanford University. Neben aktivem Risikomanagement ist es durch den Anspruch eines definierten maximalen Rückschlagpotenzials gekennzeichnet. Das Modell umfasst folgende Aspekte:

  • Gänzlich mathematisches Allokationsmodell in ausschließlich hochliquiden Vermögensklassen mittels ETF und Einzelanleihen
  • Berücksichtigung historischer Performances der einzelnen Vermögensklassen und der Korrelation zueinander
  • Hohe Aktivität der Allokationsentscheidungen auf monatlicher Basis
  • Abweichung zur Benchmark in deutlicher, aber risikogesteuerter Höhe
  • Begrenzung des Kursrückgangpotenzials vom jeweiligen historischen Höchstkurs als wichtigstes Kriterium (Risikomanagement)